G Archive - CCON | COMIC CON GERMANY

Tretet heran, erlauchte Besucher, tretet heran! Die Bildergeschichtenmanufaktur der Gebrüder Gin & Fabs wird euch in die Stadt Tetra entführen. Seht, wie sie dort am Meer thront, ihre Mauern hoch, ihre Tore weder von Sturm noch Kanonenfeuer gebrochen. Allein die bescheidene Feder des einen und der dilettantische Pinsel des anderen Bruders vermögen es, diese unnachgiebigen Pforten zu öffnen und euch die Wunder zu zeigen, die sich dahinter verbergen: Die Foren, über welche die Stimmen zahlreicher Völker wehen, die Gassen, in denen manch ein vergangenes Jahrhundert schlummert und die Märkte, auf denen sich aus allen Ozeanen zusammengespülte Waren stapeln. Doch schließt für einen Moment eure leuchtenden Augen und lauscht den Geschichten, von denen jede Straße eine andere zu erzählen weiß.

Die Kinder, die dort bei der Sonnenuhr spielen, sie wollen einen Straßenhändler gesehen haben, der auf seinem Teppich davonfliegt, sobald die Patrouille kommt. Und seht die hübsche Fischersfrau unter den Bögen des Aquäduktes, sie spricht oft von einem wunderschönen Weib aus dem Osten, das die Gestalt einer alten Schildkröte annimmt, sobald es sich unbeobachtet wähnt. In Césars Taverne sollen drei zwielichtige Gestalten aufgetaucht sein, über deren Gesichtern der Schatten der schwarzen Flagge liegt und was hat es wohl mit den beiden Mädchen auf sich, die man neuerdings ab und an auf den Dächern sieht? Eines soll aus dem fernen Konyon sein… aber das andere? Nun, das weiß nicht einmal jene seltsame Emufrau, die jenseits der Stadtmauern ihr Unwesen treibt.

Neugierig, verehrte Besucher? So kommt heran, stürzt euch in Tetras bunten Lärm und folgt diesen Gestalten auf den mannigfaltigen Irrwegen, welche ihre Schöpfer für sie ersonnen haben. Sollte eine der plumpen Illustrationen, bei deren Anblick sich manch ein alter Meister im Grabe umdrehen würde, euer Wohlgefallen erregen, oder euch einer der närrischen Sätze, die jedem achtbaren Schriftsteller Tränen der Scham in die Augen treiben würden, gar ein kurzes Lachen bescheren, so hat sich unser weiter Weg an diese Gestade doch trefflich gelohnt. Nun denn, lasst uns den Vorhang über Tetras Straßen heben!

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