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Die Stirn gerunzelt, griesgrämige Mimik, aber Hilfsbereitschaft in Rat und Tat – das ist Robert Picardo als das medizinisch holographische Notfallprogramm, oder auch Holodoc genannt. Ein Computerprogramm, das zum ersten Mal im Film Star Trek: Der erste Kontakt aktiviert wurde. Diverse Raumschiffe der Föderation der vereinigten Planeten wurden mit diesem Programm ausgestattet, so auch die U.S.S. Voyager, die samt Besatzung im Delta-Quadranten gestrandet war. Da der Schiffsarzt der Voyager ums Leben kam, blieb Captain Janeway nichts anderes übrig, als in den Anfangs sauren Apfel zu beißen und das Programm des Doctors dauerhaft zu aktivieren. Eine Entscheidung, die sich mehrmals als lebensrettend für Schiff und Besatzung während der sieben Jahre andauernden Heimreise zur Erde herausgestellt hat.

Robert Picardo, der überraschend gut Deutsch spricht und ein begnadeter Opernsänger ist, wollte schon in jungen Jahren Schauspieler werden, erhielt jedoch keine Unterstützung seitens der Eltern. Erst als Leonard Bernstein auf ihn aufmerksam wurde und seinen Eltern gut zuredete, änderten diese ihre Meinung, so dass der junge Robert seinen sehnlichsten Berufswunsch in greifbare Nähe rücken sah.

Es muss nicht immer volle Haartracht sein, wahre Schauspielkunst macht den Erfolg eines Mimen aus – eine Tatsache, die nicht erst seit Patrick Stewart bekannt ist. Auch Bob Picardo ließ sich von seiner schwindenden Haartracht nicht beirren, mit Stolz trägt er seine Halbglatze, die inzwischen ein Markenzeichen von ihm geworden ist.

170 Folgen Star Trek: Voyager, die Rolle des Hologramms mit Persönlichkeit, machte ihn weltberühmt. Dieser Erfolg brachte Robert Picardo, der schon vor Voyager gut im Geschäft war, viele weitere Rollen, bis er dann im Jahr 2004 zu Stargate SG1 stieß. In 7 Folgen verkörperte er in der Erfolgsserie Richard Woolsey und übernahm diesen Part wieder in Stargate Atlantis, dieses Mal als Hauptcharakter in insgesamt 26 Episoden.

Auf Robert Picardo freuen sich nicht nur die Star Trek Fans. Gerade für das immer größer werdende Fandom der Stargate Liebhaber ist es eine einmalige Gelegenheit, „Richard Woolsey“ live und in Person zu treffen - ein Seriencharakter, der so rein gar nichts mit dem „Holodoc“ gemeinsam hat.

Quellen und weiterführende Links zu Robert Picardo:

IMDB, Wikipedia, Twitter

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2 Kommentare

  1. Nidhoegger sagt:

    Der Doc ist der beste!

  2. Florian sagt:

    Star Trek Voyager ist für mich unter anderem wegen dem MHN 😉 meine Lieblings-Star-Trek-Serie. Ich mag das Mürrische an ihm und den trockenen Humor sowie die Situationskomik, die aus seiner nüchternen Art heraus entsteht. Seine Figur hat die Serie entscheidend aufgelockert ohne dabei ins Lächerliche abzudriften. Bin gespannt, wer noch so kommt! 🙂

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